Zum Beispiel Festivals und feste Schuhe. Barfuß auf einem Mehrtageskreisel aus Konzerten und Alkohol würde "sprengen" bedeuten. Mit hoher Wahrscheinlichkeit die Hornhaut. Nicht jeder wird als Hobbit geboren.
Oder Hochzeiten und schicke Schuhe.
Womit wir dann bei den Dingen sind, die wirklich nicht angebracht sind. Wie zum Beispiel mit weißen (!) Pumps (!!) mit Pfennigabsätzen (!!!) – den Freund an der einen und die Handtasche an der anderen Hand – auf ein Fußballspiel (!!!!) zu stöckeln. Funktioniert wirklich nur in Verbindung mit einem T-Shirt auf dem steht "i don't belong here".
Oder weiße Turnschuhe zu einem schwarzen Anzug. Geht auch nur, wenn man Oliver Geissen heißt und versucht, auf diese Art und Weise pseudo-lässig das Niveau der eigenen Talkshow oder diverse rote Teppiche bei B-Filmpremieren zu sprengen.
Es ist auch nicht angebracht, einen Ultra-Langstreckenflug mit FlipFlops zu absolvieren. Mir selbst untreu habe ich sehr lange Zeit damit verbracht, über angemessenes Schuhwerk nachzudenken. Möchte ich mehr Platz im Rucksack haben und die Wandertreter dafür mehr oder weniger ständig an und bei meinen Füßen, damit ich sie erst irgendwann in Singapur in die Ecke pfeffern kann? Möchte ich cool sein und mit Chucks in den Flieger steigen um jene dann aufgrund mangelnden Bedarfs in den folgenden Wochen in Brisbane am Flughafen in den Müll zu schmeißen? (Hinweis: Es wäre nicht schlimm, ich habe No-Name-Chucks aus der Kinderabteilung für unter 20 Euro.) Nach fremder hilfreicher Gedankenstupserei entschloss ich mich auch zu dem Kauf von Trekkingschuhen: Leicht, absolut jederzeit einsetzbar und weit entfernt davon, ein Platzfaktor in meinem Gepäck zu sein.
Oder vielleicht bringe ich doch die Nummer, mit Pumps in den Flieger zu steigen und ein T-Shirt mit der Aufschrift "my heels do not belong here"...
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