24.11.08

Wenn ich nicht im Hirsch bin, bin ich...

...anderweitig unterwegs. Treiben lassen, wenn man so möchte, oder getrieben, da lasse ich mal Interpretationsfreiraum.
Die erste Treiberei spült mich zu einem nirgendwo verzeichneten Konzert von Keane, für das man nur Karten gewinnen kann – das für mich aber kartenlos zugänglich wird, dank sporadischem Kontakt zur Exekutiven.
Nach dem Konzert spülen wir uns noch um einen McDonalds und treiben dann in die Vororte von Nürnberg, hinter Eibach noch, das Taxi nachts um halb drei wird nicht billig, aber immerhin, mal wieder das, was man so Leben nennt: Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.

Am Freitagabend strande ich im Fürther Kunstkeller bei Helfis Geburtstagsparty. Stimmenlos, versteht sich. Ich habe bereits eine SMS-Vorlage abgespeichert, die ich bei Bedarf zeigen kann: "Ich kann leider nicht laut sprechen." Finden alle super, wenn ich auf diesem Weg auch mein Bier bestelle, ich finde es eher lästig. Immerhin ist die Band so laut, dass auch Menschen mit Stimme diese Tipperei dankbar übernehmen, weil selbst eine geschrieene Unterhaltung nicht bis kaum möglich ist.
Helfi spielt später auch noch. Er trägt ein Geschenk: Eine Superman-Unterhose und ein Achsel-Shirt mit Woodstock von Snoopy drauf. Sonst nichts. Steffen spielt auch, der hat jetzt wieder lange Haare und sieht aus wie ein Hippie. Aber ich denke, eigentlich ist er ein Rocker... (An dieser Stelle sei nochmal darauf verwiesen, dass die Stoner-Rockband Desert Sun immer noch auf der Suche nach einem Sänger ist... Wer möchte, meldet sich bitte...)
Um halb eins verabschiede ich mich aus ubahntechnischen Gründen und treffe in der Röhre jemand, den ich flüchtig aus dem großen Kino kenne, in dem ich mal gearbeitet habe. In deren Begleitung ist eine Jasmin, die mit Helfi Architektur studiert hat und unbedingt noch ins Parkcafe möchte. Normalerweise lehne ich diesen Pseudo-Schickimicki-Laden für die pseudo-Oberen-Zehntausend von Nürnberg prinzipiell ab, aber weil da Studentenparty sein soll und ich um nach Hause zu kommen nur zweimal umfallen muss, gehe ich mit.
Ich weiß nicht mehr genau, wie es dazu kam, aber ich habe auf einmal einen kleinen Griechen an meiner Seite, der zwar ganz lustig ist, mich aber beim Partymachen nicht unwesentlich ausbremst. Irgendwie bleiben wir da drin bis morgens um fünf kleben. Dummerweise habe ich zwei bis drei Bier zu viel getrunken...

Deshalb spült und treibt mich der Schädel, der sich intensiv mit einem Kater paart, am Samstag wieder auf die Couch, nachdem ich bis um elf gepennt und um zwei Uhr nachmittags eine Pizza Bombay gefrühtückt habe. Huhn, Ananas, Curry-Sauce, sehr zu empfehlen, wirklich!
Abends nach dem Kino (Der Mann, der niemals lebte, Infos hier.) bin ich eigentlich für nichts mehr zu gebrauchen. Um halb zwei versuche ich auf einer so gut wie komplett leeren Fürther Straße (Hallo? Ist es nicht Samstag Abend/Nacht?) ein Taxi nach Hause zu bekommen. Das zweite in dieser Woche. Dekadent. Oder vielleicht ist mir das aufgrund des wirklich regen Treibens in dieser Woche auch einfach nur scheißegal wie ich nach Hause komme...

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