In Sachen Sport hat sich also einiges verändert, hier in N. Fokussieren auf die Kultur geht auch nicht mehr: Herr W. aus N, Besitzer fast aller Metropolen-Kinos und Bauherr des IMAX-Kinos, entschließt sich, die Programmkinos abzustoßen bzw. zu schließen. Ja ne, is klar. Was macht eine Stadt eigentlich nochmal aus? Richtig, die Anzahl der vernünftigen Kinos. Andernfalls wäre es nämlich Provinz, weil dort außer den wöchentlichen vier Mega-Blockbustern mangels Zielgruppe nichts anderes läuft.
Und während die anderen an ihren leichtverdaulichen Filmhäppchen knabbern, um vor einer Leinwand niemals denken zu müssen, gehen wir noch einmal ins Casablanca, jenes Nürnberger Programmkino, das es nächste Woche nicht mehr geben wird. So schließen sich die Kreise, vor etwas über sieben Jahren sah ich damals nämlich meinen allerersten "Ichbininnürnbergimkino"-Film: "Zusammen". Aber wer braucht schon Kultur oder Sportveranstaltungen, wenn er den Nürnberger Weihnachtsmarkt hat? Pflaumenmännchen, oder wie auch immer das mit Abstand sinnfreiste Produkt dieses Markts heißt, das Christkind und diverse japanische Touristen, die das Betreten der Innenstadt im zwölften Monat des Jahres absolut unmöglich machen, werden mich hier nicht halten. Zeit zu gehen. Und Hamburg ist gar nicht soooo weit weg...
PS: Wir guckten "Robert Zimmermann wundert sich über die Liebe" – skurril, witzig, grandios. Und wer sich jetzt denkt: "Ja, aber der Titel"... dem kann ich nur raten, auch weiterhin seine Bücher nach Cover zu kaufen.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen