2.1.09

Van Gogh und die Diamanten

Wer Van Gogh gucken will, muss warten. Eine halbe Stunde ca., dann habe ich den fast schon frechen Preis von 12.50 Euronen bezahlt und bin drin.

Rucksaecke sind verboten (normal), die Garderobe gratis (auch normal) und vor der Tuer in die Austellung so eine Art Sicherheitskontrolle wie am Flughafen (alles andere als normal).
Wer an solchen Kunst-Sachen interessiert ist, der sollte das Geld investieren. Es lohnt sich wirklich. Allerdings muss man auch Touri-Mob in Kauf nehmen, der sich vor und hinter einem durch die Ausstellungsraeume schiebt und bis zur Ankunft in Amsterdam wahrscheinlich nicht mal wusste, wer oder was Van Gogh ist.
Jedenfalls weiss ich jetzt, dass dieser wohl traurigste Mensch der damaligen Zeit auch Totenkoepfe mit Zigaretten gemalt und Werke von Malern, die ihm gefielen, nachgemalt hat, bzw. auf neudeutsch "gecovert".
Eineinhalb Stunden halte ich es da drin aus, im Gift-Shop gehts zu wie nach dem Krieg, wenn mal ne Ladung Maismehl extra verkauft wurde. Dann zwingt mich die kommende Erkaeltung raus an die frische Luft. Die Warteschlange ist inzwischen auf dreifache Laenge angewachsen.
Die Diamantenschleiferei ist in einer halben Stunde abgehakt: Wider Erwarten arbeiten da nicht sechzig oder sechshundert Leute, sondern nur sechs und davon sind drei nicht da. Der Goldschmied auch nicht. Tax-Free-Shopping interessiert mich nicht und der Verkaufsraum mit den Ohrringen fuer 5000 Euro aufwaerts wird von mir lediglich gestreift.
Also latsche ich ein bisschen Richtung Waterlooplein und gucke die Staende da am Markt an, die ich noch nicht kenne und lass mich noch ein bisschen treiben.

Jetzt letzte Viertelstunde noch im warmen Hostel, um halb fuenf geht der Zug, werde in Koeln wohl wieder ne Currywurst dinieren... Biggi und Juergen werde ich wohl nicht mehr treffen, die sind eh schon noch im Silvesterurlaub in der Domrep oder auf Ibiza. Hab da nicht so genau zugehoert...

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