14.9.08

Habibi und Withsundays

Der Toern auf der Habibi wird begleitet von Fern, dem Iren, unserem Skipper, Kiwi Dan, ein Neuseelaendischer Surfer und Giles, unsere Koechin. Nach Zuteilung der Kabinen, beschliesse ich, auf Deck zu schlafen. Zu wenig Platz ueber dem Kopf und schon wieder kein Fenster zum Oeffnen!!
Der erste Nachmittag verlaeuft realtiv ereignislos, abgesehen von gegenseitigem Kennenlernen und Beschnuppern. Mit uns reisen noch zwei deutsche Travelworkerinnen, eine davon rothaarig, die andere blaugefaerbt. Frisch vom Abi. Dann haben wir noch ein sehr nettes, ruhig, lustiges kanadisches Paerchen, die beiden sind meine Favourites, weil erst 18 und 19 Jahre alt und schon so cool. Abends spielen wir Karten nach dem Barbecue auf Deck und trinken Bier und schnacken. Trotz eisiger klarer Nacht ist das Pennen aud Deck eine prima Sache.
Der naechste Tage beginnt um 6.30 Uhr mit Fruehstueck und Baden an einem Strand auf irgendeiner Insel. Sorrym ich vergesse die Namen immer. Obwohl es noch nicht mal acht Uhr morgens ist kaempfe ich mit der knalligen Sonne und setzt auf Maximalschutz: Hut, lange Aermel, Handtuck als Decke.
Die Fahrten zu den einzelnen Haltepunkten sind relativ langweilig, vor allem, weil wir weniger segeln als dieseln. Aber nach dem Mittagessen wird geschnorchelt. Das ist wirklich so bunt und toll wie auf all den Bildern, aber ich bin eine der ersten, die aufgibt: Ich friere wie ein Schwein.
Zur Belohnung gehen wir spaetnachmittags noch auf eine andere Sandbank mit roetlichem Sand: Gebrochene und gemahlene Korallen. Ein Spaziergang rauf und runter bringt einige Muschelsouvenirs. Fast zu chillig da, um wieder aufs Boot zu gehen...
Abends bleibt der Grill kalt, dafuer essen wir Pasta und es wird umso mehr und umso lauter getrunken. Die Rote und die Blaue referrieren ueber das Abitur und was sie gern studieren moechten. Gaehn.
Ich verziehe mich um halb elf ins nach oben offene Nachtlager und wache um halb eins wieder auf, wegen Laerm und lauter Musik. Abiparty hatte ich nicht bestellt. Am naechsten Morgen erzaehlt mir Syl, dass unsere Lieblingshaarfarben an Deck froehlich vom Skipper und Kiwi Dan rangenommen wurden. Das finde ich nicht besonders verwerflich, schliesslich muss jeder selbst entscheiden, ob er den Akt der Liebe nach zwei Tagen ohne Dusche vollziehen will, meins ist es nicht. Aber das alkoholisierte Vorspiel sollte wenigstens leise sein. Als ich der Blauen am naechsten Tag sage, dass sie sich in Zukunft zusammenreissen sollte, wenn sie neben 26 anderen Menschen die schlafen wollen Sauereien machen will, bekomme ich zur Antwort: "Ich weiss jetzt grad nicht, wovon du redest" Na ja, dann kanns ja nicht so toll gewesen sein.
Sowas ist anstrengend und laesst mich altern. Mindestens um ein Jahr.
Fazit:
Die Withsundays sind eine sehr schoene Insellandschaft, die Leute haben trotz allem wirklich gepasst, wir haben viel gelacht und Spass gehabt und jetzt freuen wir uns beide nach zwei schuhfreien Tagen auf eine ordentliche Dusche. Sowas wuerde ich jederzeit wieder machen. Hiermit sind Segeltouristenfallen weiterempfohlen.

PS: Danke fuer all eure Mails. Antwort folgt wann anders, hab nur noch drei Minuten...

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