21.9.08

Trip zum Trib





Nach einer relativ geraeuschintensiven und daher noch kuerzeren Nacht als sonst starten wir um halb acht Uhr morgens zum Cape Tribulation, von den Aussies kurz Cape Trib genannt. Fuer alle, die ohne Hilfe earthgooglen moechten: liegt noerdlich von Cairns (gesprochen: Kaehrns). Auf dem Weg dorthin gibt es eine Flussueberquerung mit einem weiblichen Guide, der uns die Flora und Fauna an und um den Fluss erklaert. Wir sehen Krokodile, Mangroven, Voegel, deren Namen ich wieder nicht verstanden habe und weiteres, deren Abarten man nun schon irgendwo woanders mal gesehen hat. Gleiches gilt fuehr den gefuehrten Spaziergang durch den Regenwald, bei dem sich Chris aus Koeln an unseren Guide haengt und semi-interessierte Fragen stellt. Ich bekomme ein "typisch deutscher Tourist" ins Ohr gemurmelt, bin aber zu muede, um darauf zu reagieren.

Mittags checken wir in unserer Kap-Unterkunft ein, "The Beach House", ein Hostel mit Schlafhuetten mittem im Regenwald und direktem Zugang zum Strand. Der Nachmittag steht zur freien Verfuegung. In unserem Fall: Strand.
Ich muss dazu erwaehnen, dass ich Strandgutsammler und -buddler bin. Das hoere Ziel dabei ist, ein Hai-Ei zu finden. Das Tolle dabei: Bisher war hier jeder Strand anders beschaffen, das Strandgut eingeschlossen. Also staendig neues Zeug. Das Ei finde ich nicht, dafuer aber viel anderes schoenes koralliges und hier liegen sogar Tierreste rum.

Abends sitzen wir deutschen Touristen beim mitgebrachten Selfmade-Abendessen (Toast und Aepfel, nachdem hier alles weitab vom Schuss ist, ist alles Lebenswichtige sehr teuer!) am Tisch mit Chris aus Koeln und einer Englaenderin, die aussieht wie die Hauptdarstellerin aus Kick It Like Beckham (nein, nicht die Keira, die andere!) und die alles Gesagte mit einem hoeflichen Laecheln und "Oh really? That s nice!" quittiert. Definitionssache.
Diesmal gibt es auch nur verschwindend geringen Travelsmalltalk, wir gehen gleich zu beruflichen Themen ueber. Chris ist Mediziner. Aenhlich graessliches Thema. Aber ich habe mir sagen lassen, dass meine Smalltalkfragen wie "welchen Film hast du zuletzt gesehen?" oder "was war der letzte Song, den du gehoert hast" aehnlich oberflaechlich und belanglos seien. Das mag sein, aber die Reaktionen sind so viel interessanter...
Zurueck zum Regenwald. Spaeter gesellt sich noch Sam zu uns, eine Kanadierin, die seit 3 Jahren Travelworken macht. Aber selbst organisiert und ueber den ganzen Globus verteilt. Auf die Frage, was ihr von Zuhause fehlt: "Peanutbutter". So hat jeder seine Prioritaeten!

Ich weiss uebrigens nicht, ob ich das Getier in der Kueche spannend oder eklig finden soll... Ist ja schliesslich ein Abenteuer, aber es ist schliesslich auch eine Kueche...Apropos Tiere: Fuer den letzten Gang zur Toilette erbitte ich mir dann doch Syls Taschenlampen- und Personenschutz, mir sind zu viele ueberdimensionale Froesche unterwegs. Und bei diesen Glibberhuepfern hoert meine Abenteuer-Toleranz auf. Ganz schnell!

Fuer den naechsten Morgen gibt es nochmal eine dicke Runde sonnigen Strand. Und bevor wir diesen entern, schaut uns ein Waran (oder aehnliches) beim Morgenkaffee zu. Erwaehnte ich schon, dass Australien ein riesiger Zoo ist?

Anbei ein paar Bilder, auf einem ist ein Krokodil versteckt. Viel Spass beim Suchen.

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