3.10.08

Melbourne

Also, wir sind gut angekommen und haben ein aehnlich schlimmes Hostel wie damals in Mackay. Syl findet es genau so schlimm, ich nicht ganz so, schliesslich kann man das Fenster oeffnen. Aber bei umgerechnet acht Euro pro Nacht brauch man auch nichts erwarten. Auf dem Gang riecht es nach oeffentlicher Beduerfnisanstalt, im Erdgeschoss ist eine Bar und in einem Eck stehen wieder herrenlose Buecher rum. Prima, das Simmel-Buch ist naemlich bereit fuer erneute Heimatlosigkeit.
Wir sind erst mal 50 Meter weiter zu einem leckeren, ruhigen Inder gegangen und sitzen nun gegenueber in einem Waschsalon, in dem man auch ins Internet gehen kann. Nachdem dieser aber gleich schliesst, beginnt der schwierige Teil des Abends: billigen Alkohol organisieren. Nuechtern lege ich mich sicher nicht auf diese Matraze, die schon eine groooooosse Liegekuhle hat.
Nein, ich beschwere mich nicht, bleibe ruhig, schliesslich ist das ein Abenteuer. Und parallel plane ich gerade meine letzte alleinige Sydney - Brisbane Etappe, wahrscheinlich goenne ich mir ein paar Surferstunden. Angeblich dauert es ja sechs Tage, bis man ueberhaupt auf so einem Brett stehen kann, ich hoffe aber, dass diese von einem Kerl getroffene Aussage auf die wahrscheinlich genetisch veranlagte Grobmotorik der Maenner zurueckzufuehren ist...
Wie die Tour war schreibe ich beim naechsten Mal.

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